Umwelt
- Einsatzkontext
- Entwicklungsgeschichte des Projekts
- Die Partner unseres Programms Umwelt
- Aussichten des Projekts PEREL
- Laufende Hilfsprojekte
Einsatzkontext
Unser Einsatzgebiet, wie der Rest der Insel, leidet unter erheblicher Umweltzerstörung, deren Konsequenz die Entwaldung ist: Madagaskar würde ungefähr 300 000 ha Naturwald jedes Jahr verlieren (FAO). Die Fläche ist nur noch von 16 % Naturwald bedeckt gegen 25 % im Jahr 1950!
Laut einer neuen Studie trägt die Landwirtschaft am meisten zu diesem Phänomen bei. Man schätzt, dass die Flächenerweiterungen durch Brandrodung - eine Wandertechnik seit Jahrhunderten - verantwortlich zu 80 bis 95 % für die Entwaldung in Madagaskar sind.
Seit 1990 hat sich dieses Phänomen durch die demographische Explosion und die zunehmende Armut der madagassischen Bevölkerung verschärft, und im Waldbereich kann sich der Druck kaum halten. Im Einsatzgebiet von SEM, im Südosten des Landes, kommt es immer mehr zu einem echten Rodungswettlauf...
Wirkung auf die Biodiversität: der Rückgang der Wälder verursacht eine stetige und oft irreversible Schädigung des Ökosystems des großen Teils der Fauna und Flora, welche die Rote Insel einzigartig machen.
Wirkung auf Wasservorrat: Die Entwaldung und die Erosion des Bodens haben eine verheerende Wirkung auf die über den Dörfern liegenden Trinkwasserquellen und auf den Wasservorrat. An der Ostküste hält die fehlende Vegetation die Schwemmlandböden nicht mehr und die Einzugsgebiete der Quellen sind nicht mehr fähig, nachhaltig das Regenwasser zurückzuhalten.
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Entwicklungsgeschichte des Projekts
Heute hat diese Umweltproblematik schließlich eine direkte Wirkung auf die Erhaltung unseres Projekts « Wasser und Abwasserreinigung ». Deswegen hat SEM seit 2008 ein Programm zum Schutz der Wasserentnahme-Zonen eingeführt: Errichtung von Höhenlinien, Aufforstung, Schulung und Sensibilisierung vor Ort. 2010 hat dieses Programm, genannt PEREL (steht für Umweltschutz durch Ausbau der lokalen Wirtschaft) eine neue Wendung genommen, indem systematisch die Aufforstungsprojekte mit neuen für die lokalen Bevölkerungen Einnahmen verbunden sind: Einküfte im Alter (Kaffee, Gewürznelke), Brennholz, ätherisches Öl...
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Die Partner unseres Programms Umwelt
Dieses Projekt konnte entstehen dank verschiedener Finanzierungen von öffentlichen und Privat-Partnern, aber auch dank der Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern: die Hilfsorganisation Fanilo, die ländlichen Gemeinden Vohidroa, Vohitrandriana und Sahavato und mit Ciref (der Forstwesen-Bezirk). Das Projekt wurde vom madagassischen Umweltministerium genehmigt.
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Aussichten des Projekts PEREL
Infolge des Projekts PEREL 2010-2011 möchte SEM 2012 diese Initiative in weiteren Dörfern des Einsatzgebiets erweitern, und die ersten Partner-Dörfer weiterverfolgen und betreuen. Dieses Ziel entspricht der gewöhnlichen Strategie von SEM, die darin besteht, Ihre Tätigkeiten als Reaktionskette auszubreiten, damit möglichst viele Personen erreicht werden, aber auch damit die Haltbarkeit und das Weiterbestehen der Hilfsprojekte aufrechterhalten wird
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Das Projekt PEREL
PEREL bedeutet: Umweltschutz durch Ausbau der lokalen Wirtschaft. Das Projekt ist für eine Dauer von eineinhalb Jahren geplant, begann im Juli 2010 und beträgt insgesamt 46.000 Euro.
